LAOS

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Zurück auf dem Kontinent mit ganzjährigem Sonnenschein, lächelnden Menschen und gutem Essen. Zurück in Südostasien. Laos sollte das erste Land unserer letzten großen Etappe sein.

Als die schönste Stadt in Südostasien wird Luang Prabang im Zentrum von Laos bezeichnet. Fünf Tage verbrachten wir hier und wollten auch danach noch nicht wirklich wieder gehen. Mit dem Slow Boat schipperten wir auf dem Mekong entlang, besuchten Tempel und Höhlen, wanderten zu Wasserfällen und nahmen an buddhistischen Zeremonien Teil. Wir waren überwältigt von der Vielzahl der Eindrücke.

Luang Prabang – Stadt der Tempel
Luang Prabang – Stadt der Tempel
Luang Prabang – Stadt der Tempel
Morning Alms Giving um 5:30 Uhr Zeremonie
Liebe Grüße aus Laos 🙂
Oft gesehen, nun live erlebt. Die 4000 Buddha Cave.
Eine der schönsten Wasserfälle bisher.

Ein weiteres Highlight war unser Tag in der Elephant Sanctuary. Auf dem Rücken der Elefanten ging es in den Fluss, wo wir die gutmütigen Riesen mit Bürsten und viel Wasserspritzerei waschen durften. Entgegen zu so vielen Elefantendörfern, wo die Tier mit schweren Sitzen, Stöcken und spitzen Metalhaken gequält werden, wird hier nur mit Bestechung in Form von Bananen gearbeitet. Die Tiere hatten alle ein schweres Leben. Sie lebten in Gefangenschaft, mussten 10h am Tag Holzstämme aus dem Dschungel ziehen oder wurden im Zirkus vorgeführt. Die Elefanten die hier Leben wurden mit Spenden aus den Arbeitslagern ausgekauft und mit viel Liebe (und Bananen) an ein Leben ohne Schläge und Quälerei gewöhnt. Einmal am Tag werden die gutmütigen Riesen mit Touristen zusammengebracht. Wir lernten die „Elefantensprache“, machten uns mit ihnen vertraut und ritten dann ein paar Meter auf ihrem Rücken in Richtung Fluss, um gemeinsam mit ihnen zu baden. Es war ein unvergesslicher Tag!

Eye of the Elephant
<3
Jetzt bloß keinen Fehler machen… 😉
Ben und sein Elefant namens Kahmnoy
Heute ist großer Waschtag. 🙂
Den Tieren so nah zu sein. Unvergesslich!
Nass, sauber und glücklich 🙂
Danke, Khammon <3

Wenn wir am späten Nachmittag nach allerlei landschaftlichem Sightseeing und tierischem Vergnügen zurück ins Stadtzentrum kamen, ließen wir die Nachmittage im Utopia ausklingen. Anstatt auf die Spree blickte man hier auf den Nam Ou River. Alles andere erinnerte jedoch eins zu eins an Berliner Festivalstimmung. Abgesehen vom Wetter. 😉 Abends schlenderten wir über den Nachtmarkt und testeten die einheimische Küche. 

Ausspannen im Utopia
Grillen auf Laotisch. LECKER!
Dieses Mal Fisch mit Stäbchen
Der Nachtmarkt

Am letzten Tag in Luang Prabang kauften wir uns ein Busticket Richtung Norden nach Nong Khiaw. Die Fahrt über die Berge, entlang an zahlreichen kleinen Dörfern, gab uns einen ersten Eindruck von der unfassbar schönen Landschaft. Für zwei Nächte buchten wir einen kleinen Bungalow direkt am Fluss, mit Hängematte und Blick auf die Berge. Die Aussicht von unten reichte uns aber natürlich noch nicht. Bei einer schweißtreibenden Wanderung schafften wir es nach überwinden von knapp 1000 Höhenmetern auf die Spitze einer der Berge. Allein auf dem Gipfel waren wir hin und weg vom 360 Grad Blick und hatten sogar schon wieder genug Power für ein sportliches Photoshooting. 

Balkon mit Flussblick
Kurz vor dem Gipfel
Geschafft
Almhütte auf Lao
Stabil

In der zweiten Nacht bemerkten wir dann auch, dass wir den ein oder anderen Untermieter in unserem Bungalow beherbergten. Die Mäuschen machten ganz schön Radau in ihrer Einliegerwohnung zwischen den Wänden. Da wir aus Australien bereits über Erfahrung mit unliebsamen Nagern verfügen und von der Wanderung wie zwei Steine ins Bett plumpsten, entschlossen wir uns dazu, einfach ganz schnell einzuschlafen und so zu tun als hätten wir nichts bemerkt. Trotzdem waren wir nicht all zu traurig am nächsten Morgen ausziehen zu können, auch wenn wir den Norden Laos gern noch intersiver bereist hätten. Jetzt ging es südöstlich nach Phonsavan zu den Plain of Jars. 

Phonsavan ist eine äußerst unsehenswerte Stadt. Die Geschichte der Gegend macht den Wert eines Besuches aus. Hauptattraktion sind die Plain of Jars. Tausende Tonkrüge, Jahrhunderte alt, ohne Kenntnis ihrer Entstehung und Herkunft. 

Plain of Jars
Über den Ursprung ist wenig bekannt

Auf der To Do Liste eines jeden Touristen in Phonsavan sollte des Weiteren das UXO und MAG Museum stehen. UXO steht für unexploded ordnance, was übersetzt soviel heißt wie Blindgänger. Und eben diese Blindgänger sind bis heute, über 40 Jahre nach dem Secret War, die tödlichste Gefahr für Laoten. Laos ist das am meisten bebombteste Land in der Geschichte. Fast kein Fleckchen Erde blieb verschon, als das Land im Zuge des Vietnam Krieges sukzessive zerstört wurde. Bis heute liegen noch schätzungsweise 60 Mio. Kilo Blindgänger in und auf der Erde. Vor allem Kinder finden die kleinen Klasterbomben beim Spielen im Wald, erkennen die Gefahr nicht und… Die gemeinnützige Organisation UXO kümmert sich um Opfer und Familien, welche durch die Bildgänger Leben und Existenz verloren. Die Organisation MAG sorgt dafür, dass Stück für Stück Felder, Spielplätze und Straßen von Blindgängern gesäubert werden. Sie haben in den letzten Jahren bereits viel bewegt. Mit den aktuellen personellen und finanziellen Mittel der Organisation dauert eine Säuberung des ganzen Landes allerdings noch an die 1000 Jahre an. 

Alle 8 Minunten. 24 Stunden am Tag. Neun Jahre lang.
Phonsavan gehört zu den meistbebombten Gebieten in Laos
Ein Opfer der Bombenflüge

Unser Besuch in Phonsavan gehörte sicher nicht zu den spaßigsten unserer Reise, jedoch wohl zu den sehr ergreifenden und lehrreichen. Umso kontrastreicher wurden unsere Tage in Vang Vieng. Was der Ballermann auf Mallorca verspricht, das hält Vang Vieng in Laos. Die Partyhochburg für Aktion- und Sauftouristen. Mit dem Fahrrad erkundeten wir die Gegend. Die Landschaft war bezaubernd, zumindest wenn man sie durch die Dunstwolken der off-road Buggies und Massen-Tuk-Tuks erkennen konnte. Wir ließen uns die Laune aber nicht vernebeln und sammelten trotzdem tolle Eindrücke. 

Radtour
Wildwechsel
Tham Chang Cave – Eine kurze Erfrischung vom Radfahren
Landschaftsimpression Vang Vieng
Feldarbeiter
Easy Rider

Bereits einige Tage zuvor lernten wir eine lustige Truppe auf einer der langen Busfahrten kennen, welche wir nun in Vang Vieng wieder trafen. Diese Truppe war es auch, welche uns zum Tubing überredete. Tubing bedeutet, sich einen halben Tag lang mit einem Schwimmreifen flussabwärts treiben zu lassen und zwischendurch einige Stopps an den Bars am Flussufer einzulegen. Hier hieß es dann Flip Cap, Bier Pong, Cocktails und tanzen im Bikini zu elektronischen Chart Hits. Es war herrlich! Ein ganz unerwarteter grandioser Tag. 😀

Auf zum Tubing
Beer Pong
Ahoi, Matrose.
Team Tubing
Party Crowd
Happy Days

Die Zeit rannte nur so dahin und schon stand die Fahrt zu unserem letzten Ziel in Laos an. In Vientiane, der Hauptstadt, waren knapp 36°C, mit 100% Luftfeuchtigkeit und Smog. Asiatische Großstadt at its best. Jeder sagte uns, wir sollten nicht mehr als einem Tag Zeit einplanen. So schlimm fanden wir es aber gar nicht. Die Stadt wirkte aufgeräumt und lud trotzdem zum Entdeckten ein. Wir schnappten uns unseren zum Sonnenschirm umfunktionieren Regenschirm und gingen auf Entdeckungstour.

Patuxay Monument
Liegender Benny
Grand Stupa – das Nationalmonument

Vientiane liegt direkt am Mekong, welcher die Grenze zwischen Laos und Thailand bildet. Bei Sonnenuntergang setzten wir uns an die Promenade und sahen zu, wie der riesige Feuerball auf der gegenüberliegenden Flusseite versank. Am Tag darauf werden wir auch bereits auf der anderen Seite in Thailand sind. 

Flaneur am Mekongufer
Der letzte Sonnenuntergang auf dieser Seite des Flusses
Die Sonne versinkt in Thailand

Am Abend trafen wir dann unsere Gang vom Tubing aus Vang Vieng wieder. Wir futterten uns durch die Street Food Stände in Berliner Ambiente und ließen den letzten Abend mit einem gutem Beer Lao ausklingen. Gute zwei Wochen erkundeten wir Laos und schafften in dieser Zeit nur einen kleinen Teil dieses wunderschönen Landes. Der Norden, das Zentrum, der Süden…jeder Teil hat seine Besonderheiten. Wir werden sicher eines Tages wiederkommen, um noch mehr von der Kultur und der Landschaft dieses wunderschönen Landes zu entdecken. 

Und da Bilder wie immer mehr sagen als tausend Worte: Hier geht’s zur vollständigen Fotogalerie. 

 

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