MALAYSIA | KUALA LUMPUR

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Nach Hongkong ging es in die nächste asiatische Metropole. Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur empfing uns mit schwülheißen Temperaturen. Nach vier Nächten im Luxushotel sollte hier nun also das echte Backpacking beginnen. Unser Start verlief dann auch gleich entsprechend. Um vom Flughafen in die Stadt zu gelangen, entschieden wir uns für die kostengünstige Busverbindung und gegen den schnelleren dafür aber deutlich teureren Zug. Entgegen der Aussage der Dame am Ticketschalter hielt unser Bus nach zweistündiger Fahrt jedoch nicht wie angekündigt unweit unseres Hotels im Zentrum sondern in einem Außenbezirk. Dort teilte man uns mit, dass uns ein weiterer Fahrer von hier aus zu unserem Hotel fahren würde. Klang dubios, war dann aber so. Hinderlich war dabei zunächst, dass besagter Fahrer gar nicht vor Ort war. Während wir also im Büro des Buslinienbetreibers warteten, bemühten sich zwei sehr engagierte und lautstarke Damen am Funkgerät eine knappe Stunde lang einen Fahrer aufzutreiben. Wir waren entspannt, da Kundenbetreuung hier großgeschrieben wird und man uns im Viertelstundentakt versicherte, dass es nur noch fünfzehn Minuten dauern werde.

Warten auf den Bus

 

Unsere Suite fiel diesmal etwas kleiner aus.

 

Erstes Abendessen in KL

Am nächsten Morgen hieß es dann, früh aufstehen, um die Stadt zu erkunden. Erster Stopp die Petronas Towers, das Wahrzeichen der Stadt. Anschließend schlenderten wir noch etwas durch den KLCC Park am Fuß der Türme und gewannen die Erkenntnis, dass eine Stadttour bei 32 Grad, 90% Luftfeuchtigkeit und Smog kein Spaziergang ist.

Wir vor dem Wahrzeichen Kuala Lumpurs

Ferner mussten wir feststellen, dass es eine gewisse Herausforderung darstellt, sich als Fußgänger im Straßenverkehr von KL zu behaupten. Autos überall, aus allen Richtungen und Ampeln scheinen hier nur für lustiges buntes Licht zu sorgen. Beim Vorhaben eine Straße zu überqueren, verstrichen schon mal einige Minuten, bis schließlich einheimische kamen, denen man einfach über die fünfspurige Straße nachlief. Gut auch der Mopedfahrer, der uns, während wir mal wieder auf einer Mittelinsel gefangen waren, breit grinsend zurief „Welcome to Malaysia“. Die Locals nehmen es also locker und wir taten es ihnen gleich. Also ging es weiter nach Little India. Auf dem Weg dahin beobachteten wir beim Mittagsgebet noch hunderte Männer, die vor der Moschee und zum Teil auf der Straße auf ihrem Gebetsteppich knieten, während der Muezzien predigte. Little India ist ein sehr farbenfroher und lebhafter Stadtteil. Aus den Geschäften dröhnt laute indische Musik,  an jeder Ecke kann Frau einen Sari kaufen und auf dem Markt wird indisches Street Food angeboten. Wir ließen uns Pakoras und Samosas schmecken, von denen wir alle mal ausprobierten. 

Leckere Pakoras und Samosas…

Gestärkt ging es weiter zum Merdeka Platz, dem kolonialen Kern Kuala Lumpurs. Rund um den Platz findet sich eine Hand voll der bedeutendsten Bauten der Stadt, darunter das palastartige Sultan Abdul Samad Building sowie Masjid Jamek, die älteste bestehende Moschee Kuala Lumpurs. Anschließend ging es weiter nach Chinatown. Hier kam uns alles recht vertraut vor. 😉 Neu war für uns allerdings der monsunartige Regen, der sich über uns ergoss. Da diese Regenfälle in Kuala Lumpur jedoch so gut wie jeden Nachmittag auftreten, hatten wir das kommen sehen und waren bestens ausgestattet. So konnte uns der Regen nichts anhaben. Trotzdem ging es zurück Richtung Unterkunft. Genug Sightseeing für diesen Tag. Zurück in Bukit Bintang gab es noch ein leckeres Abendessen und wir sortierten die Bilder, um endlich mit dem Blog zu starten.  😉   

WasserFest

Am nächsten Tag hieß es wieder mal früh aufstehen, Rucksack packen und auschecken. Bevor es am Nachmittag Richtung Norden in die Cameron Highlands gehen sollte, wollten wir in den letzten verbleibenden Stunden in KL noch die Batu Caves vor den Toren der Stadt besichtigen. Um dorthin zu gelangen, stand für uns beide eine Premiere an – eine Fahrt mit der Magnetschwebebahn. München wollte sie. Kuala Lumpur hat sie. Eigentlich war die Fahrt wenig spektakulär, aber trotzdem irgendwie cool. Alles in allem waren wir eine Stunde und zwei Euro später an den Batu Caves. Bei dem weit verzweigten Höhlensystem handelt es sich um die wichtigste Pilgerstätte der malayischen Hindus. Am vorgelagerten Tempel ließen sich die Gläubigen vom Priester weihen. Wir schauten eigentlich nur interessiert zu, bekamen aber umgehend auch ein Bindi auf die Stirn gedrückt. 🙂 In der Ramanyana Cave ist die Geschichte Ramas mit lebensgroßen bunt bemalten Figuren bildhaft dargestellt. Einige hundert Meter weiter befindet der Eingang der Cathedral Cave, welcher von einer 43 Meter hohen Goldstatue des Hindugottes Murugan bewacht wird. Im Rücken des Riesen gelangt man nach Überwindung von 272 Stufen und diversen Makakenäffchen in die Cathedral Cave. Mitten in der Höhle befindet sich ein herrlich verzierter Hindutempel. Lässt man seinen Blick vor dem Tempel stehend nach oben schweifen, so bietet die offene Höhlendecke an deren Kanten das Grün der Büsche und Bäume in die Höhle hereinzudrängen scheint, einen spektakulären Blick. 

Mandy und Benny mit Bindi

 

Eingang zur Temple Cave mit Goldstatue des Hindugottes Murugan

 

In der Cathedral Cave

Dann war es auch schon wieder Zeit, zurück in die Stadt zu fahren unsere Rucksäcke zu schnappen und uns auf den Weg in die Cameron Highlands zu machen. Da wir bereits etwas spät dran waren, traf es sich gut, dass ein Niederländisch-brasilianisches Ehepaar uns anbot, uns ein Taxi zurück in die Stadt zu teilen. Wir nahmen dankend an. Kamil und Agatha waren super nett und so hatten wir eine unterhaltsame Heimfahrt. Anschließend ging es weiter zum Busbahnhof und auf zu unserer zweiten Station in Malaysia. Unser erster Eindruck vom Land und seiner Hauptstadt war ausgesprochen gut. Die Malaien sind fast ausnahmslos freundlich und immer gut drauf. Liegt vielleicht daran, dass sie 365 Tage im Jahr Sommer haben. Wir waren auf jeden Fall gespannt auf die drei Wochen, die hier in Malaysia noch vor uns liegen. 

Hier geht es zur vollständigen Fotogalerie.

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