NSW | ILAWARRA COAST

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Nach einer letzten Nacht in Sydney auf einem Supermarktparkplatz verabschiedeten wir uns nach nunmehr fast drei Wochen schweren Herzens von der lieb gewonnenen Großstadt. Von der größten Stadt Australiens sollte es als nächstes in die Hauptstadt gehen. Wir entschieden uns gegen die direkte und etwas kürze Inlandverbindung und hielten uns gen Süden fahrend zunächst noch an der Küste. Südlich von Sydney erstreckt sich hier die Illawarra Coast die wir als kurze Zwischenetappe auf unserem Weg ins deutlich kältere Canberra abfahren wollten. 

Kaum aus der Stadt raus, legten wir auch schon den ersten Stopp im Royal National Park ein. Die Figure Eight Pools seien einen Besuch wert, hatte man uns im Hostel gesagt. Wir waren extra früh angereist, da die wie eine Acht geformten Steinpools mit glasklarem Wasser darin nur bei Ebbe zugänglich sind. Bei unserer Ankunft um neun Uhr Morgens mussten wir allerdings feststellen, dass das Meer schon wieder auf seinem Weg zurück Richtung Land war und die Pools erst in etwa acht Stunden wieder zugänglich sein würden. Dumm gelaufen, denn so lange wollten wir nicht warten. Zugegebenermaßen war unsere Vorbereitung an dieser Stelle eindeutig nicht optimal. Nach drei Wochen Stadtleben brauchten wir offensichtlich etwas Anlaufzeit, um wieder in den Roadtripmodus zu schalten. Naja, halb so wild.

Royal National Park

Weiter ging’s nach Wollongong 80 Kilometer südlich von Sydney. Die Industriestadt markiert den eigentlichen Beginn der Ferienregion Illawarra Coast. Wir hielten uns nicht all zu lange auf, statteten aber der Street Art Galerie im Stadtzentrum einen Besuch ab. 

Street Art in Wollongong

Dann zog es uns aber auch schon wieder raus aus der Stadt ins Grüne. Oder sollte man besser sagen ins Blaue? Die nächsten Kilometer führten uns nämlich immer am Ozean entlang zur wunderschönen und vielfältigen Küstenregion rund um den Ferienort Kiama. Mit kantigen Konturen ragt nördlich von Kiama die Klippenformation Cathedral Rocks auf. Um in den Felsformationen Kirchen und Kathedralen auszumachen, bedurfte es schon recht viel Fantasie. Davon abgesehen bildeten das zerklüftete Gestein umspült von türkis-blauem Wasser aber ein schönes Zusammenspiel. An den Bombo Headlands bestaunten wir skurrile von Erosion verwitterte Basaltsäulen, die sich wie eine schroffe Mondlandschaft dem brandenden Pazifik entgegenstemmten. Die größte Attraktion des Urlauberstädtchens ist das Kiama Blowhole. Direkt unterm Leuchtturm presst die Brandung durch ein Loch in der Felsklippe das Meerwasser mit so viel Druck durch die Öffnung, dass es ähnlich wie bei einem Geysir meterhoch in die Luft geschleudert wird. Ein beeindruckendes Schauspiel, dass stets von vielen „Aaahs“ und „Ooohs“ der umstehenden begleitet wird. 

Cathedral Rocks
Bombo Headlands
Kiama Blowhole

Am nächsten Tag ging es nach Jervis Bay. Am Abend zuvor hatten wir mit einem Abendessen vom Gaskocher und einem Lagerfeuer irgendwo im nirgendwo unsere Rückkehr zum Nomadenleben initiiert. 

Back on the road

Das Naturschutzgebiet Jervis Bay ist für seine makellosen Sandstrände bekannt, von denen wir uns einen ausguckten. Wir steuerten den Greenfield Beach an und dort angekommen, konnten wir feststellen, wie wörtlich das Prädikat „makellos“ in diesem Fall zu nehmen war. Vor uns lag eine traumhaft schöne, halbmondförmige und fast menschenleere Bucht. So hatten wir uns das vorgestellt. Wir in Bikini und Badehose am Strand. Die Sonne lachte am Himmel und darunter glitzerte das Meer in allen erdenklichen Blautönen. So viel zum australischen Winter. 😛 

Greenfield Beach in Jervis Bay

Wir wollten gar nicht wieder weg und so blieben wir einen ganzen Tag. Dann mussten wir die Weiterfahrt antreten. Schließlich war Greenfield Beach nur ein Stopp auf der Zwischenetappe nach Canberra. In Jervis Bay fand unsere Illawarra Küstentour ihren Abschluss. Von hier aus drehten wir nun Richtung Inland ab. Canberra war nun nicht mehr weit. 

Hier geht’s zur vollständigen Fotogalerie.

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