NZ | SOUTH WEST

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Im Südwesten der neudseeländischen Südinsel befindet sich die South West Heritage Area, welche Teil des UNESCO Welterbe ist. Sie besteht aus dem Mount Cook N.P., dem Fjordland N.P., den Southern Lakes sowie dem für seine Gletscher berühmten Westland N.P..

Dem Mount Cook und seinen bergigen Freuden auf der Ostseite der Southern Apls statteten wir ja bereits einen Besuch ab und so machten wir uns nun daran die drei weiteren Naturschauplätze auf der anderen Seite der Bergkette zu erkunden.

Einen Teil auf den wir uns bei unserer Neuseelandreise am meisten freuten war der nahezu unberührte und von Fjorden durchzogene Süden. Die Fjorde hier entstanden in der Eiszeit und sind salopp gesagt nichts anderes als riesige Fahrrinnen von Gletschern. Die Gletscher sind geschmolzen, was geblieben ist wollten wir uns nun anschauen. In diesem fast gänzlich unerschlossenen Teil des Landes gibt es nur zwei kleine Dörfchen, welche es Interessierten erlauben per Boot in die Tiefen des Fjordland einzutauchen. In Manapouri, am gleichnamigen See gelegen, stachen wir mit einem Shuttle Boot in See, welches uns nach knapp einer Stunden am gegenüberliegenden Ufer absetzt. Hier sprangen wir in einen Bus, welcher uns über steile Berge ans Ufer des Doubtfull Sounds brachte. Der Doubtfull Sound ist einer von zwei für Besuchern erreichbarer Fjord und wird gern auch als „The Sound of Silence“ (Fjord der Stille) bezeichnet. Sein Reichtum an Tieren wie Pinguinen, Robben und Delphine sowie die steilen und von Wasserfällen durchzogenen Felswände machen diesen Fjord zu einem wahren Magneten für Naturliebhaber.

Start auf dem Manapouri See

Auch wenn uns an Deck der Wind um die Ohren pfiff, kam es für uns nicht in Frage uns unter Deck zu dem Schönwetter-Matrosen zu gesellen. Die neblige Stimmung passte gut zum Ambiente des Fjordlandes und wir konnten uns nicht satt sehen an dieser außergewöhnlichen Landschaft. Nach einiger Zeit ließ sich dann, neben der Sonne, sogar noch ein Fjordland Crested Penguin sehen.

Die Tour kann losgehen! =D
Start der Tour auf dem Doubtfull Sound
Tour auf dem Doubtfull Sound
Volle Fahrt vorraus.
Titanic Picture
Da ist ein Fjordland Crested Penguin

Nach zwei Stunden an Deck des Schiffes waren wir gut durchgefröstelt und freuten uns auf die Rückfahrt mit dem Bus über den Bergpass. Wir hofften, dass die Sicht ein wenig aufgeklart war und wurden belohnt. Am höchsten Punkt der Straße bot sich ein spektakulärer Blick in die Weiten des Fjordlandes. Zum Glück hatten wir das auf der Hinfahrt noch nicht gesehen, das hätte ja die ganze Spannung genommen.

Ausblick ins Tal des Doubtfull Sound

Am darauffolgenden Tag schauten wir uns den Milford Sound und seine spektakuläre Umgebung an. Der Milford Sound ist im Gegensatz zum Doubtfull Sound leicht zugänglich, wird jedoch als der spektakuläre Fjord der beiden bezeichnet. Der Milford Highway führte uns 110km über eine Serpentinen Straße durch die Berge, vorbei an Seen und Aussichtspunkten sowie einigen Wanderstopps. Wir starteten Früh am Morgen, um bereits kurz nach Sonnenaufgang die Mirror Lakes zu erreichen. Hiervon versprachen wir uns, wie der Name des Sees erahnen lässt, die Spiegelung der dahinterliegenden Bergkette im perfekten Licht fotografieren zu können. Der kurz vor Ankunft einsetzende Nieselregen durchkreuzte jedoch unser Vorhaben und so harten wir an der nächstgelegenen Picknick Area bei einem ausgedehnten Frühstück so lang aus, bis die Sonne endlich wieder raus kam. Für die Spiegelung der Berge im See war es nun zu spät aber das war ja zum Glück nicht unserer einziger Tagesordnungspunkt.
Wir fuhren den Milford Highway immer weiter gen Norden bis wir fast die Spitze des Bergpasses erreichten. Hier startete der Key Summit Walk, welchen wir uns für unsere Tageswanderung ausgeschaut hatten. Dieser Track ist ein kleiner Teil des dreitägigen Routeburn Track, welcher über die Berge bis hin zum Milford Sound führt. In Neuseeland ist es sehr beliebt mehrtägige Wanderungen zu machen. Da wir leider keinerlei Ausrüstung wie Zelt, Schlafsack und richtige Wanderschuhe besitzen, blieb uns diese Art von Abenteurer leider verwehrt, jedoch hatten wir hier die Möglichkeit einmal für 3h ins Business der Profi-Wanderer reinzuschnuppern. Am Parkplatz wurden wir vom tierischen Aushängeschild des Nationalparks begrüßt, einem Kea. Keas sind Berg-Papageien und kommen ausschließlich hier vor. Einige der hübschen Vögel haben sich bereits so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie bei jedem parkenden Auto vor die Fahrertür hopsen, in der Hoffnung, dass eine kleine Leckerei herausfällt. In unserem Fall war Benny die „Leckerei“ und somit wohl doch ein wenig zu groß für den Kea.

Begrüßung von einem Kea
Ein sehr freundlicher Kea

Nach der netten Begrüßung machten wir uns auf, um den 990 Meter hohen Key Summit zu besteigen. Die ersten 30 Minuten führten durch dichten alpinen Urwald. Ab und zu erhaschten wir bereits einen Blick aus dem Wald heraus in die Berge und hofften, dass die aufziehenden Wolken sich schnell wieder vom Acker machen, anderenfalls wäre die Aussicht vom Gipfel eine eher trübe Angelegenheit.

Wälder am Key Summit Walk

Mandy war an dem Tag ein wenig angeschlagen und verabschiedete sich vor dem großen Aufstieg vom tapferen Wanderburschen Ben, welcher ab jetzt allein auf Tour ging. Immer höher ging es und anstelle des Waldes trat Buschland, dass eigentlich den Blick auf die umliegenden schneebedeckten Gipfel freigegeben hätte, wäre da nicht der zähe Wolkenbrei gewesen. Nur hin und wieder erhaschte man mal einen Blick auf die Berge. Auf dem Gipfel des Key Summit selbst breitete sich ein Hochlagenssumpfgebiet aus. Nicht unbedingt das, was man auf der Spitze eines Berges erwartet, aber durchaus schön anzusehen. Alles, Boden ebenso wie Baumstämme, war von dichtem Moos überwuchert. Auf dem Rückweg machte Ben noch Halt am malerischen Lake Howden bevor es im Spurt zurück zum Parkplatz ging. Dort wartete schließlich seine Herzdame.

Am Gipfel des Key Summit Walk
Am Lake Howden

Als Mandjamin am Auto wieder zueinander fanden, ging es, nach der großen Wiedersehensfreude (Drei Stunden waren wir seit acht Monaten nicht mehr getrennt! ^^) weiter mit dem gemeinsamen Tagesausflug. Wir machten noch einmal Halt im Hollyford Valley, mit seinem tollen Flusslauf und dem Blick auf die Berge bevor es durch den Tunnel auf die andere Seite der Bergkette ging.

Hollyford Valley

Nachdem wir den Tunnel durchfahren hatten, welcher der einzige Weg durch die massiv anmutende und scheinbar unüberwindbare Felswand war, rollten wir entspannt die ganzen zu vor überwunden Höhenmeter wieder talwärts. Nicht ohne anfänglich aus dem Staunen nicht mehr herauszukommen, wie sich unzählige kleine Wasserfälle wie filigrane Schnüre auf dem Felsen entlangschlängelten.

Tunnelblick
Talswärts entlang der Felswand mit Wasserfällen.

Eine Pause für Fahrer und Bremsen gab es an „The Chasm“. Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir die Brücken, welche es uns erlaubten in die verschiedenen Flussläufe, welche sich durch die Felsspalten wanden, mit ihren ausgewachsene Steinwänden zu schauen. Sand, Geröll und Strömungen haben hier über tausende von Jahren wunderschöne Formen in den Stein geschliffen. Hätte man so vielleicht in einem angelegten Wassergarten erwartete aber nein, das war pure wunderschöne Natur.

The Chasm

Nach einem bereits sehr schönen Tag, mit kleineren und größeren Highlights, erreichten wir nun am Ende des Milford Highways das große Finale unseres Ausflugs. Am Ufer des Milford Sounds besteigen wir ein kleines Boot, welches uns für zwei Stunden durch den Fjord schipperte. Da wir eine Tour mit einem extra für den Fjord gebauten Boot gebucht hatten, war es dem Kapitän möglich uns nicht nur an den Felswänden mit den spektakulären Wasserfällen entlang zu führen, sondern ab und zu, nach kurzer Vorwarnung, auch mal direkt unter die Wasserfälle zu fahren. Den Einen oder Anderen weichte es bei diesen Aktionen ordentlich durch.

Tour auf dem Milford Sound
Unzählige Wasserfälle auf der Tour auf dem Milford Sound
Oh oh, jetzt wird es nass…
Eine kostelose Dusche war inklusive! 😀

Im Gegensatz zum Vortag war es heute um einiges wärmer und sonniger und so standen die Chancen gut auch ein paar tierische Bewohner des Fjordes zu Gesicht zu bekommen. Als erstes schwamm eine kleine Kolonie Pinguine an uns vorbei. Gestern hatten wir ja bereits eines des possierlichen Tierchen schüchtern auf einem Felsvorsprung entdeckt. Heute schwammen gleich mehrere der Fjordland Crested Penguins neben unserem Boot entlang.

Fjordland Crested Penguins

Damit sollten die tierischen Überraschungen des Tages jedoch noch nicht zu Ende sein. Einige Minuten später wies uns der Kapitän auf eine große Gruppe Bottlenose Delphine hin, welche circa 100 Meter von unserem Boot entfernt schwammen. Es dauerte keine Minute bis die Lieblinge der Meere uns entdeckten. Anstatt das Weite zu suchen, schwammen sie jedoch schnurstracks auf uns zu. Hinter dem Boot versammelte sich dann schließlich die ganze Gruppe aus über zehn Delphinen zur privaten Show. Wir wussten gar nicht wo wir zuerst hinschauen sollen. Überall sprangen die Akrobaten Meter hoch aus dem Wasser. Teilweise landeten sie sogar aufeinander, fast so als würde jeder Delphine versuchen die meiste Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir fragten den Kapitän, ob das öfter passieren würde und er sagte uns, dass sie circa einmal die Woche das Glück haben Delphine zu sehen. Tanzeinlagen dieser Art gehören jedoch der Seltenheit an. Der fleißige Blogleser wird sich vorstellen können wie glücklich wir waren in Sachen Tour-Buchung auch einmal alles richtige gemacht zu haben. 😉

Bottlenose Delphine schwammen direkt am Boot.
Delphine in Action
Macht´s gut und danke für die Show!

Als wäre das nicht schon genug gewesen schipperten wir noch an einer Kolonie Fellrobben vorbei, welche auf Steinen liegend, die abendliche Sonne genossen.

Fellrobben beim Sonnenbad

Nun nahmen die zwei ereignisreichsten Stunden die wir uns hätten vorstellen können ein Ende. Noch ein letzter Blick auf die Weiten des Fjords im Licht des Sonnenuntergangs und wir traten die Rückfahrt an.

Uferblick auf den Milford Sound

Jetzt fiel uns auch wieder ein, dass ohne Nieselregen und mit Schwummerlicht eventuell doch noch das heute Morgen vergeigte Spiegelfoto in den Mirror Lakes klappen könnte. Und siehe da:

hihi 😉
Spiegelung in den Mirror Lakes

Wir hatten zwei wunderschöne Tage in den Fjordlands Neuseelands. Unsere Vorfreude war vollends gerechtfertigt und die vielen tierischen Begegnungen setzten noch Einen drauf!

Zwei weitere große Etappen in der South West World Heritage Area standen noch aus und so verschlug es uns als nächstes an die Southern Lakes. Southern Lakes ist der inoffizielle Name einer Gegend, welche sich um die „Abenteuerspielplätze“ Queenstown und Wanaka erstreckt. Ein rotes Speedboot dreht sich direkt neben einem Gummiboot voller vor adrenaline kreischender White Water Rafter um die eigene Achse, während ein verwunderter Kajakfahrer zwischen ihnen durchpaddelt und versucht den Ausflugsdampfern auszuweichen. So oder so ähnlich sieht der Alltag auf dem Lake Wakatipu bei Queenstwon aus. Queenstown ist die Hauptstadt des Action- und Party-Tourismus. Da einzig bestehend aus drei Straßen und einer kleinen Hafenpromenade ist der Stadtrundgang schnell erledigt. Das Städtchen ist wirklich hübsch, für Leute wie uns jedoch, die recht wenig Interesse an einer Speedboot Tour haben, für deren Preis man sich eine eigene Jolle kaufen könnte, gibt es nur recht wenig Spannendes. Unser Highlight war die Bäckerei, welche wir auf unserem Streifzug entdeckten. Hier gab es eine echte bayrische Laugenbrezel im Riesenformat. Die Einen erfreuen sich an Speedbooten, wir eben an einem leckeren Mittagssnack. Jedem das Seine.

Lake Wakatipu bei Queenstown
Queenstown Innenstadt
Queenstown Promenade
Eine Riesenbrezel 😀

Da die Parkzeit in ganz Queenstown auf 30min begrenzt war und wir bereits zwei mal umgeparkt hatten, beschlossen wir zusammen mit unserer riesigen Brezel zum Arthurs Point zu fahren, um dort den Rafting Booten im Shotover River zuzuschauen.

Rafting Shootover River

Gut gestärkt ging es anschließend nach Arrowtown. Diese Stadt ist ein Vorzeigebeispiel einer Goldgräberstadt mit über 50 bewährten Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Wir nutzten den willkommen Stop vom Fahren und schlenderten bei strahlendem Sonnenschein durch das kleine Goldgräberörtchen. In einem kleinen Second-Hand Buchlanden fand Mandy noch ein neues Buch für die abendliche Lektüre im Camper.

Impressionen aus Arrowtown
Queen Mandy I.
Besorgung neuer Abendlektüre

Eine der beliebtesten Action-Aktivitäten in den Southern Lakes ist, neben der ganzen Speedbootraserei, das Bungy Jumping. An der Kawarau Bridge können sich Sprungwillige kopfüber knapp 50m in die Tiefe stürzen. Wir holten uns ein Bierchen, stellten uns in die Sonne auf der Viewing Plattform und frönten dem Spektakel. Für die Aufrechterhaltung der Spannung in unserem Blog hätten wir vermutlich auch den Sprung wagen sollen… aber ihr kennt uns, ein Bierchen war uns lieber! 😉

Bungy Jump an der Kawarau Bridge

Sooo genug der ganzen Action. Am Ende des Tages fuhren wir weiter Richtung Wanaka, dem etwas ruhigeren Pendant zu Queenstown. Am gleichnamigen See gelegen ist Wanaka ein beliebter Ausgangspunkt für Wintersportler und Wanderer. Wir schlenderten ein wenig durch das Örtchen und genossen die Abendsonne an einem ruhigen Steg. Bei Sonnenuntergang fuhren wir zum Abschluss des Tages zum „Wanaka Lone Tree“. Ein einzelner Baum hat sich hier etwas zu nah am Ufer niedergelassen und steht nun als Attraktion für Fotobegeisterte tagein und tagaus Portrait.

Superman am Lake Wanaka
The Lone Tree in Wanaka

Die Nacht sowie den nächsten Morgen verbrachten wir am wunderschönen Lake Ohau. Mit dem Camper Van ging es bis fast an das Seeufer. Weit und breit keine Menschenseele genossen wir in trauter Zweisamkeit den Sonnenuntergang mit Blick auf See und Berge. Am nächsten Morgen, die Sonne strahlte aus voller Kraft, nahmen wir all unseren Mut zusammen, um die bereits etwas überfällige Dusche im eiskalten Bergsee nachzuholen. Ein Eimer, zwei Lappen, Duschgel und dem ganz große Spa-Erlebnis mit Panoramablick stand Nichts mehr im Wege.

Schlafplatz am Lake Ohau
Guten Morgen Sonnenschein! <3
Wasser holen ….
….und abtauchen 😉
Panoramaausblicke 😛

Alle guten Dinge sind drei, also frisch geduscht ab in den Westland N.P., dem dritten Teil unser Etappe im Südwesten. Das Westland erstreckt sich über die gesamte Westseite des Alpenhauptkammes bis in die Regenwälder des Alpen Vorlandes. Wir waren hauptsächlich hier, um noch einmal den Gletschern ganz nah zu kommen. Die zwei größten und berühmtesten dieser Art sind der Fox Gletscher und der Franz Josef Gletscher. Die Fahrt über die steilen Serpentinen zog sich wie Kaugummi und verlanget unserem Gyronimo alles ab. Am Fox Gletscher angekommen, buchten wir uns einen Helikopterflug mit Landung auf dem Gletscher. Am nächsten Morgen um 10:00 Uhr sollten wir abheben. Wir freuten uns so sehr darauf und drückten alle Daumen für gutes Wetter! Den angebrochenen Tag verbrachten wir derweilen am 20km nördlich gelegenen Franz Josef Gletscher (1865 vom deutschen Geologen Julius von Haast nach Kaiser Franz Josef I. von Österreich benannt). Im Franz Josef Village angekommen starteten wir den knapp zwei stündigen Franz Josef Glacier Walk. Der Weg führte zum Großteil durch das dem Gletscher vorgelagertem Flusstal. Oftmals wird der Weg aufgrund von Schneeschmelze oder Starkregen gesperrt, welcher das Flusstal rapide schnell überfluten kann. Ebenso können Eisabbrüche oder sturzflutartige Gletscherausläufe, wenn sich unter dem Eis aufgestautes Wasser seinen Weg nach draußen bahnt, als unvorhersehbares Risiko auftreten. Der Weg war jedoch erhöht, zum Teil auf Planken, sodass wir uns nicht in Gefahr wähnten. Der Walk wurde in unserem Reiseführer auch als „Der Weg zum Eis“ bezeichnet. Am Ende der Wanderung angekommen befanden wir uns jedoch noch gut 300m vom Gletscher entfernt. Zu gefährlich wäre es dem Giganten aus Eis näher zu kommen. Ein Ranger aus Pappe machte uns deutlich warum und mit Ben war er direkt auf einer Wellenlänge.

Ankuft am Franz Josef Gletscher
Blick auf den Franz Josef Gletscher
Ben und der Ranger – „Halt! Stopp!“

Nun, die Nacht vor Aufregung kam geschlafen stand das große Highlight an, auf welches wir uns so sehr freuten. Mit dem Heli sollte es über die Alpen gehen, mit Landung auf dem Fox Gletscher und wieder zurück. Beim Aufwachen waren einige Wolken zu sehen, jedoch auch ein kleiner blauer Streifen am Himmel. Als wir losfuhren in Richtung Heli-Center verbargen sich die Berge noch immer in Wolken aber die Hoffnung gaben wir noch nicht auf. Im Tal des Fox Glacier Village angekommen liefen wir dann bereits mit hängenden Köpfen ins Heli-Center, wo wir bereits mit ähnlich traurigem Blick empfangen wurden. Die Wolkendecke war zu dicht, bei den Bedingungen konnte kein Helikopter fliegen und die Wettervorhersage für den Rest des Tages versprach keine Besserung. Kein Helikopterflug für Mandjamin. Wir waren sehr sehr traurig…

Kein Helikopterflug für Mandjamin 🙁

Kein wirklich gelungener Abschluss unserer Reise durch die South-West Heritage Area. Der Abel Tasman N.P. und die Golden Bay im Norden, unser nächstes Ziel, versprachen jedoch besseres Wetter und einige weitere Highlights als finale Station unserer Tour über die Südinsel.
Auf der ganztägigen Fahrt Richtung Norden gab es nicht viel Erwähnenswertes. Den einzigen willkommenen Stopp legten wir an den Pancake Rocks ein. Die wie gestapelte Pfannkuchen an einem hungrigen Sonntagmorgen aussehenden Felsformation entstanden vor über 30. Mio. Jahren durch Ablagerung von Kalk- und Tonmineralien. Durch die Landhebung nun der Witterung ausgesetzt, entstanden durch die unterschiedlich schnellen Erosionen diese bizarren Felsformationen.

Pancake Rocks

Somit endete eine erlebnis- und abwechslungsreiche Woche. Mit dem Boot ging es durch die Fjorde, per Auto entlang der Southern Lakes und zu Fuß (leider nicht per Heli) an die Gletscher des Westland. Der Süd-Westen war unser bisheriges Highlight auf der Südinsel. Wollen wir mal schauen, ob der Norden das topen kann.

Hier geht´s zur vollständigen Fotogalerie.

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