QLD | BRISBANE

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Brisbane ist die Hauptstadt des Bundesstaats Queensland. Nach Sydney und Melbourne ist sie die drittgrößte Stadt Australiens. Die Stadt liegt am Brisbane River, unweit von dessen Mündung in den Pazifik. Brissie, wie die Einheimischen ihre Stadt liebevoll nennen, wartet mit einer exponierten Lage zwischen Sonne und Gold auf. Während sich im Norden die kilometerlangen Sandstrände der Sunshine Coast erstrecken, dehnt sich im Süden die Gold Coast aus, die Jahr für Jahr Millionen Badeurlauber anzieht.

Aus Norden kommend, machten wir zunächst Halt in Noosa, dem selbsternannten schönsten Seebad an der Sunshine Coast. Direkt am Mündungsdelta des Noosa River gelegen, wird die Stadt von zahlreichen Wasserarmen und Buchten durchzogen. Einen guten Eindruck von der Lagunenstadt, die wir tagsüber erkundet hatten, erhielten wir, als wir uns pünktlich zum Sonnenuntergang auf einen Ausguck begaben, von dem sich ein spektakulärer Panoramablick über den Ort bot. Einen weiteren Zwischenstopp legten wir in Caloundra ein, dem südlichsten Ort der Sunshine Coast. Es war Sonntag, Markttag in Caloundra. Wir bummelten zwischen den Ständen entlang und fanden sogar eine echte German Bratwurst mit Sauerkraut. Da lässt sich der Deutsche nicht zweimal bitte. „Einmal mit Ketchup und Senf, bitte.“ 

Lagunenstadt Noosa
German Bratwurst

Gut gestärkt ging es weiter Richtung Brisbane. Letzter Halt, bevor wir die Stadt erreichen sollten, waren die Glass House Mountains. Nur wenige Kilometer landeinwärts, ragen hier die Gipfel erloschener Vulkane mit bizarr anmutenden Formen aus der Küstenebene auf. Wir schlugen unser Nachlager in einem Waldstück unweit eines Aussichtspunktes auf, von welchem sich am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang ein grandioser Blick auf das Felsensemble bot.

Glass House Mountains
Glass House Mountains

Noch am selben Tag erreichten wir dann endlich Brisbane. Wir hatten uns für drei Nächte in ein Hostel nahe des Stadtzentrums eingemietet. Highlight unserer Unterkunft war zweifelsohne die Dachterrasse mit Blick auf den Brisbane River und die Skyline der Stadt.

Die Dachterrasse unseres Hostels

Seit wir Perth verlassen hatten, hatten wir lediglich Orte passiert, die aus unserer Sicht maximal das Prädikat Provinzstadt verdienten. Insofern freuten wir uns darauf, uns am nächsten Tag endlich mal wieder ins urbane Getümmel zu stürzen. Wir starteten unseren Stadtrundgang bei bestem Wetter. Sofort fühlten wir uns in Brissie sehr wohl und während wir uns vom geschäftigen Gewusel zwischen den Hochhäusern des Stadtzentrums treiben ließen, wurde uns bewusst, wie sehr wir das städtische Gewimmel doch vermisst hatten. Mit großen Attraktionen kann Brisbane zwar nicht aufwarten, doch die Stadt besticht durch ihre schöne Lage am Brisbane River. An diesem liegt auch der Botanische Garten, der mit seinen wunderschönen Grünanlagen dann doch ein kleines Highlight darstellte. Ein Kuriosum war ein kleines Winterdorf, in dem Kiddies zur Musik des Disney-Animationsfilms „Froozen“ im künstlichen Schnee tollten. Subtropischer Wintermarkt bei 25 Grad und Sonnenschein. 😀

Brisbane River
Lunch im Geschäftsviertel
Rast im botanischen Garten
Winter Wonderland

Nach einem Tag Stadtbesichtigung in gemütlichem Tempo hatten wir dann auch schon das meiste gesehen, was Brissie so bereithielt. Ganz so großstädtisch wie die Bürotürme es zunächst vermuten ließen, erwies sich die Stadt am Ende dann also doch nicht. Nichtsdestotrotz eine schöne kleine Metropole, die mit beleuchteter Skyline auch bei Nacht ihren Charme versprühte.

Brissie by Night

Bliebe noch die Gold Coast. Der vierzig Kilometer lange fast durchgehend mit Hotels und Apartmenthäusern zugebaute Küstenstreifen sechzig Kilometer südlich von Brisbane ist Australiens populärste Ferienregion. Im Jahr strömen mehr Urlauber an die Strände und in die zahlreichen Freizeitparks der Gold Coast als Queensland Einwohner hat. Hauptstadt dieses Tourismusbabylons ist Surfers Paradise, das mit seinen Hoteltürmen direkt am weißen Sandstrand sehr an Miami Beach erinnert. Zwar erschien uns das Pauschaltouristenmekka mit seinen Bettenburgen nur wenig reizvoll, doch zumindest für einen Tag wollten wir einen kurzen Stopp einlegen, um uns selbst ein Bild zu machen. Und wir bekamen, was wir erwarteten. Hotels, Souvenirshops, Cafes und Restaurants überall.

Surfers Paradise

Ein Tag im Down Under Miami war dann aber auch. Uns zog es wieder in etwas ruhigere Gefilde und so ging es weiter Richtung Ballina Coast, die ebenfalls viel Strand, aber deutlich weniger Hochhäuser versprach.

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