QLD | WHITSUNDAYS

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Ein Ausflug ins Paradies…

Die Whitsunday Islands (auf Deutsch Pfingstsonntagsinseln) erhielten ihren feierlichen Namen von Kapitän James Cook, welcher am 4. Juni 1770 dieses kleine Paradies, bestehend aus 74 Inseln, durchsegelte.
Die beste Möglichkeit diesen wundervollen Platz auf Erden zu besuchen ist demnach eine Segeltour. Und so buchten wir eine Tour für zwei Tage inklusive Übernachtung auf dem Segelschiff „SV Whitehaven“, welches nach dem Highlight der Inseln, dem Whitehaven Beach benannt ist.
An einem sonnigen Morgen stachen wir vom Hafen in Airlie Beach aus in See. Die Mannschafft bestehend aus Kapitän, Koch und Entertainer sowie 20 Gästen machte von Beginn an einen sehr guten Eindruck und wir waren uns sicher, dass wir die nächsten zwei Tage viel Spaß haben werden. Vanessa und Lorenz, unsere Reisefreunde seit nunmehr ungefähr 7000km, waren natürlich auch dabei und so konnte auf jeden Fall gar nichts schief gehen.

Die SV Whitehaven

Nachdem wir unsere Kabine unter Deck bezogen hatten, war nun erstmal Zeit die zweistündige Segeltour in der Sonne zu genießen. Angekommen an der Nordspitze der Inselgruppe hieß es rein in die Badeanzüge, Masken, Schnorchel, Flossen an und ab ins Wasser. Wir schnorchelten das Riff, welches nur wenige hundert Meter neben den Inselstränden lag, entlang und endeckten Kugelfische und riesige farbenfrohe Muscheln.

Alle an Board!
Badeanzug -Fertig – Loooos

Nach über einer Stunde schnorcheln wurde uns dann so langsam kalt im nur 20 Grad kühlen Korallenmeer des Südpazifik. Wir waren weit vom Boot entfernt, da wir jedoch alle mit dem Schlauchboot eingesammelt wurden, um nicht zurück schwimmen zu müssen, war dies aber kein Problem….eigentlich. Wir hoben den Arm, schwammen ein Stück, hoben wieder den Arm, aber das Zubringerboot am Segelschiff bewegte sich keinen Meter. Mhh, nun war es echt kalt, aber was sollten wir machen? Also schwimmen was das Zeug hält, dabei wird einem auch wieder warm. Es dauerte aber nicht lang bis uns ein Zubringerboot eines anderen Schiffes entdeckte und freundlicherweise einen Transport zurück zu unserem Schiff offerierte. Wir nahmen dankend an und mussten, zurück auf dem Schiff, feststellen, dass wir tatsächlich, trotz mehrerer Hinweise, dass „the German Couple“ noch nicht zurück sei, vergessen wurden. Aber hey, was einen nicht umbringt und so! 😉
Nachdem wir uns mit einem Kaffee und Kuchen an Bord wieder akklimatisiert hatten, gab es eine kleine Einführung in die Kunst des Segelns und wer wollte, durfte auch mal mit anpacken.

Hisst die Segel!

Am Nachmittag stand dann Kajakfahren auf dem Programm. Heute war Aktiv-Tag! Wir hatten in Sachen Kajaken schon einige Erfahrung, denn schließlich waren wir im letzten Jahr erst in der wunderschönen Uckermark paddeln. 😀
Wir gehörten zu der glücklichen ersten Gruppe, welche Kajaken gehen dufte, anderenfalls hätten wir nochmal die Option auf Schnorcheln gehabt. Aber uns war immer noch etwas kalt, also nein danke… 😛 Nachdem es alle unfallfrei und trocken in die Kajaks geschafft hatten konnte es losgehen. Wir endeckten kleine verlassene Strände auf den wunderschönen Inseln, sahen Rochen und paddelten dem Sonnenuntergang entgegen (kleine Wettrennen inbegriffen). Es war herrlich!

Fast wie in der Uckermark 😉

Der Sonne entgegen.

Nach dem Abendessen legte sich die Crew so langsam zur Ruhe und das Boot gehörte uns. Yeha! Auf dem Schiff wurden keinerlei alkoholische Getränke verkauft, jedoch konnte man mitbringen so viel man wollte. Das taten auch alle und so hieß es pünktlich nach Sonnenuntergang – Prost, meine Segelkameraden.

Ahoi!

Bei guter Musik spielten wir das ein oder andere lustige (Trink)Spielchen und unterhielten uns über die weiteren Reisepläne der Travel-Kollegen. Ein weiterer Hauptgesprächspunkt (nachdem alle wussten, dass wir aus Berlin kommen) war das Berghain, welches wohl sogar weit über die Europäischen Grenzen hinweg bekannt ist. Aber es ist ja auch ein hammer Club!
Gegen 1:00 Uhr (also dann, wenn das Berghain normalerweise erst öffnen würde) waren wir alle bereits bettfertig und ließen uns von den Wellen in den Schlaf schaukeln.

Am nächsten Morgen um 7:00 Uhr hieß es aufstehen, frühstücken und weitersegeln. Am Vormittag kamen wir an einer kleinen Nebenbucht des Whitehaven Beach an und wir waren wirklich gespannt wie viel der echte Strand mit den vielversprechenden Bildern auf allen Prospekten gemeinsam haben wird.
Ein kleiner Wanderweg über die Insel führte uns zum Aussichtpunkt mit Blick über die Bucht. An dieser Stelle würden wir gern Bilder sprechen lassen, denn anders ist das, was wir hier zu sehen bekamen nicht zu erklären:

Whitehaven Beach
<3

Nachdem wir den ersten Wow-Schock überwunden und 100…000 Bilder geschossen hatten, ging es endlich an den Strand. Der Strand hier ist der weißeste Strand der Welt. Sicher behaupten das viele Strände von sich, jedoch stimmt es in diesem Fall wirklich. Dieser Sand besteht zu über 99% aus reinstem Silikat und das ist wirklich einmalig auf der Welt. An der Stelle darf man nicht vergessen, dass das azurblaue Wasser ganz nebenbei den wohl wunderschönsten Kontrast schafft und wenn dann auch noch ein kleiner Katamaran sowie ein Kitesurfer die Fotokulisse perfekt machen, dann kann man nichts mehr tun als einfach nur zu genießen.

Bis zum frühen Nachmittag verweilten wir an dem wohl bisher schönsten Ort unserer Reise und ich bin mir sicher ihr seid der gleichen Meinung, hier hätten wir ewig bleiben können. Aber für uns hieß es nun die Segel zu setzten und die Rücktour anzutreten. Es waren zwei wunderschöne Tage, welche viel zu schnell vorüber gingen und uns noch lang in Erinnerung bleiben werden.

Hier geht´s zur vollständigen Fotogalerie.

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