THAILAND

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Rotleuchtend versank die Sonne auf der gegenüberliegenden Flussseite von Vientiane, als wir den Mekong und damit die Grenze zwischen Laos und Thailand passierten. Der stimmungsvolle Abschied von Laos, das uns so begeistert hatte, markierte gleichzeitig den Auftakt unseres kurzen Thailandbesuchs. Mit dem Nachtzug ging es nach Bangkok. Das Tuk Tuk auf dem Weg zum Zug teilten wir mit Willi, seines Zeichnens gut gelaunter Thüringer und, wie sich rausstellte, ein ausgemachter Bangkok-Experte. Die Wartezeit auf dem Bahnsteig vertrieben wir drei uns gemeinsam mit der jeweils vorletzten und letzten Flasche Beerlao. So stand einem festen Schlaf im Nachtzug nicht mehr viel im Wege. Die zweite Klasse wartete dann auch mit passablem Komfort auf. Nicht einmal unser Bett mussten wir selbst herrichten. Das übernahm der emsige Steward für uns. Dieser war es auch, der uns am nächsten morgen laut krächzend weckte und wissen ließ, dass wir zeitnah in Bangkok einfahren würden. Die Anweisung war unmissverständlich. Alle raus aus den Federn und zwar sofort. 

Grenzübertritt von Laos nach Thailand
Im Zug mit Willi aus Erfurt 🙂
Schlafenszeit im Nachtzug

Dann waren wir da: Bangkok. Kaum ein Südostasienreisender, den es nicht früher oder später, und sei es nur zum umsteigen, in die thailändische Hauptstadt verschlägt. Die Meinungen zu Attraktivität und Reiz der Stadt klaffen weit auseinander. Die einen lieben die chaotische Unübersichtlichkeit der Metropole,  andere wollen gerade deshalb nur schnellstmöglich wieder raus aus ihr. Mandy hatte vor einigen Jahren schon einmal das Vergnügen und ist seit dem ein Fan. Willis Tipps hatten unsere Lust auf Bangkok geschürt. Bevor wir uns allerdings ins morgendliche Getümmel stürzten, ging es erstmal ins Hotel. Dort stand für uns nämlich ein ganz besonderer Moment an. Erstmals auf unserer Reise erhielten wir Besuch aus der Heimat. Genau neun Monate nachdem wir uns im Februar in Berlin zur Verabschiedung in den Armen lagen, erwarteten wir nun ungeduldig wie zwei Groupies, die vor dem Hotel ihrem Idol auflauern, die Ankunft des Taxis, dem Bens Schwester Franzi vom Flughafen kommend entsteigen sollte. Wenngleich die lange nächtliche Anreise uns allen noch in den Knochen steckte, war die Freude über das Wiedersehen natürlich groß. Team Bangkok war vollzählig. 

Das Wiedersehen mit Franzi <3

Bangkok ist wirklich der Wahnsinn. Schon nach wenigen Minuten versteht man, woher die Faszination für die Stadt rührt und auch warum sie so polarisiert. Die schiere Massigkeit dieses Ortes ist einfach überwältigend. Wohin man schaut drängen sich Menschen durch die Straßen und Gassen. Zwischen verfallenen Kolonialbauten und modernen Hochhäusern leuchten immer wieder die bunten Dächer buddhistischer Tempel. Straßenhändler Preisen ihre waren an. Autos, Busse und Mopeds überall. Der Geräuschpegel ist enorm. Abgase hängen in der Luft. Die Hitze trifft einen wie ein Hammer und die hohe Luftfeuchtigkeit sorg dafür, dass in kürzester Zeit so ziemlich jeder Quadratzentimeter Kleidung an einem klebt. Kurz gesagt: Bangkok macht einfach nur Spaß… naja, uns zumindest. Egal wohin man sich wendet, es gibt immer etwas zu entdecken. Gegen Bangkok wirkt Berlin wie ein verträumtes Nest. 

Erste Bangkokerkundung
Benny gefällt es 🙂
Stadt, Menschen und Kultur
Coke
Im Skytrain durch die Nacht

Das ganze Ausmaß der Stadt führte uns der Ausblick vom Tempel auf dem Golden Mount vor Augen. Zu allen Seiten erstrecken sich die Siedlungen und Hochhaustürme der Stadt bis zum Horizont und scheinen kein Ende zu nehmen. Ein gigantischer Anblick. 

Golden Mountain
Fensterplatz
Der Blick über Bangkok
Stadt soweit das Auge reicht

Spätestens seit dem zweiten Hangover-Film ist die Khao San Road, Bangkoks Amüsiermeile, eine der berühmtesten Straßen der Welt. Bei Tageslicht wirkt sie noch recht unspektakulär und ist ein geschäftiger Straßenzug wie viele andere in der Stadt. Wenn allerdings der Abend hereinbricht, die Leuchtreklamen eingeschaltet werden und die feierwütige Meute einfällt, dann eskaliert es auf der Khao San so richtig und das Nacht für Nacht sieben Tage die Woche. Das Treiben auf der Khao San ist ein gut gelaunter Cocktail aus Sodom und Gomorrah, Babylon und Love Parade. Party, Sex und Drogen. Hier kriegt, wer will, das volle Programm. 

Ein wahnsinniges Treiben
Let the party begin!
Bitte lächeln 😉
Hangover…

Bangkok macht unheimlich Spaß, ist aber auch ein Stück harte Arbeit. Nach zwei intensiven Tagen waren wir reif für die Insel(n). Also ging es zum Ausspannen Richtung Südosten ans Meer und ab nach Koh Chang und einige Tage später weiter nach Koh Kood. Nach dem Bangkok-Wahnsinn ließen wir es auf den Insel deutlich ruhiger angehen und machten das, was man eben so macht auf schönen Inseln: Relaxen, Schnorcheln, Motorrollern und viele Fotos an palmengesäumten Stränden. 😉

Am Lonely Beach auf Koh Chang
Biker Gang
Los geht’s.
<3
Blub blub blub
Inseltraum
Lebende Leckerein
The Sisters 😉
Palm Beach
Der Palmenspringer
Abendstimmung

Auf beiden Inseln verging die Zeit viel zu schnell. Koh Kood, die ruhigere der beiden Inseln, hatte es uns besonders angetan. Hier hätten wir gerne noch eine Woche drangehängt, aber das war nicht drin. Wichtige Verpflichtungen bzw. Vergnügungen riefen uns nach Kambodscha. Denn dort wartete schon der nächste Besuch aus der Heimat auf uns. 

Hier geht’s zur vollständigen Bildergalerie. 

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