WA | NINGALOO REEF

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Australien, Meer, Natur, Western Australia
Next Stop: Die schönsten Schnorchel Spots Australiens! Das Ningaloo Reef gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und wartet mit Riffen nur wenige Meter entfernt vom Strand auf. Ein Paradies für Schnorchler. Wir freuten uns seit Wochen auf diesen Teil der Reise, hatten unser Schnorchel-Equipment bereits in Perth gekauft und in Shark Bay getestet. Nun sollte es endlich richtig zum Einsatz kommen.
 
 
Es gibt am Nigaloo Reef zwei größere Anlaufstellen: Coral Bay und den Cape Range National Park bei Exmouth. Wir machten einen kleinen Schlenker in der Route und fuhren entlang unzähliger Termitenhügel zunächst zum nördlicher gelegen Cape Range National Park, denn in Coral Bay hatten wir „Größeres“ vor… Dort stand eine Walhai-Tour auf dem Programm. Da das Osterwochenende vor der Tür stand und die Ningaloo-Region eine der beliebtesten Urlaubsgegenden in Western Australia ist, waren die Boot natürlich ausgebucht und so mussten wir uns noch vier Tage anderweitig beschäftigt, was uns allerdings ganz und gar nicht schwer fiel. 
Unsere Tagestour entlang des Coastle Highway (nochmal checken wie der heißt) maß  an diesem Tag 600 km. Erschöpft nach der langen Tour erreichten wir am Abend den Yardie Wilderness Camping Platz auf welchem wir drei Nächte verbrachten. Der Platz machte seinem Namen alle Ehre. Wir sahen Emus beim Aufstehen, unzählige Kängurus vor dem Camp und sogar einen Dingo.
 
Ein Dingo
 
Unser Domizil lag nur wenige hundert Meter vor dem Eingang des Cape Range National Parks, welcher auf einem 50 km langen Küstenstreifen einen Traumstrand und Schnorchelspot an den nächsten reiht. Als erstes versuchten wir unser Glück in der Mangrove Bay. Hier gab es aber nicht wirklich viel zu sehen, also schnell weiter zur Lakeside. Im Visitor Center erkundigten wir uns noch, ob es Spezielles zu beachten gäbe und erfuhren von den zahlreichen  Quallen die aktuelle den Schnorchlern das Leben schwer machten. Na ja schauen wir uns, sagten wir uns und fuhren zum nächsten Strand. Die starke Strömung und die ganzen Quallen brachten uns jedoch dazu, auch diesen Versuch recht schnell wieder abzubrechen. So langsam wurden wir echt etwas traurig. Hier soll es doch angeblich so unglaublich schön sein…!?
 
Mangrove Bay
Fiese (aber harmlose) Qualle

Aber Kopf in den Sand stecken und Trübsal blasen wäre fehl am Platz gewesen. Der National Park hatte noch diverse weitere Spots zu bieten und irgendwo würden wir schon ein schönes Plätzchen finden. Zum Beispiel am Turquoise Bay Beach, welcher laut Trip Advisor zu den Top 3-Stränden in Australien zählt. Hier war es auch wirklich wunderschön und das Schnorcheln machte nun endlich auch Spaß.  Hier waren fast keine Quallen, nur milde Strömung und endlich schwammen wir über Korallen mit bunten Fischen das Riff entlang. Wir sahen einen Rochen, eine Seeschlange, einen Lion Fish und schwammen zum krönenden Abschluss des Tages noch über zehn Minuten mit einer Schildkröte.

 
Turquoise Bay

 

Mal wieder eine Schildkröte

 

 
 
Am nächsten Tag trauten wir uns dann an den Oyster Stacks Beach. Hier gab es keinen Sandstrand, sondern Steinküste und leichten Seegang, welcher es zu einer kleinen Herausforderung machte, überhaupt erstmal ins Wasser zu kommen. Wir waren jedoch heute schon etwas geübter und mit unseren langärmligen self-made Quallenschutzanzügen, die wir uns aus Thermo-Shirt und Leggings angelegt hatten, krakselten wir dem Schnorchelspaß entgegen. Das Wasser war glasklar aber die Strömung machte das Ganze zu einem 1,5h Workout. Anschließend ging es noch in die Lighthouse Bay in der ein auf Grund gelaufener Viehfrachter nur etwa einhundert Meter vom Strand entfernt liegt. Leider machten es die einsetzende Ebbe und die Strömung zu riskant das Wrack zu erreichen, so dass wir stattdessen nur etwas in Strandnähe herumpaddelten und dem ein oder anderen Fischschwarm nachjagten.
 
Oyster Stacks
Schnorcheln vor dem Wrack in der Lighthouse Bay
 
Zwei Tage intensives Schnorcheln lagen hinter uns und zum Abschluss ging es noch zu dem sozialen Event in dieser abgeschiedenen Gegend. Das kollektive Sonnenuntergangsgucken am Leuchtturm.
 
 
Am nächsten Morgen packten wir unsere (hundert)sieben Sachen und machten uns wieder auf Richtung Süden nach Coral Bay. Der Cape Range National Park war toll, aber da geht noch mehr: Jetzt wartet der Walhai auf uns!
 
Angekommen in Coral Bay hieß es erstmal, noch eine Stellplatz zu finden. Boah, hier war was los! Alle hatten Osterferien und gefühlt kam wirklich jeder Australier aus dem Umkreis von 800km in dieser Woche nach Coral Bay, um seinen Urlaub hier zu verbringen. Verübeln kann man es ihnen nicht, es ist schon echt schön hier. Wir bekamen noch einen der allerletzten 50$ Luxus-Stellplätze mit Meerblick (wir hätten auch einfach einen Parkplatz genommen, gab es aber nicht…), dürften allerdings das Zelt nicht aufbauen, weil das wohl nicht so gut ausschauen würde zwischen den ganzen Wohnmobilen der wahren Luxuscamper. Machte aber nichts, wir hatten ja ein Bett im Auto und mussten am nächsten Morgen sowieso ziemlich früh aufstehen, da es um 7:45 Uhr hieß: Treffpunkt am Nigaloo Reef Dive Center – Heute schnorcheln wir mit einem Walhai!  …so zumindest der Plan….
 
Unterkunft mit Strandblick
 
Im Dive Center suchten wir passende Taucheranzüge und Schwimmflossen raus und schon ging es ab aufs Boot. Die Crew war super entspannt und schon nach einer Stunde gab es den ersten Schnorchelstopp. Hier waren wir nun wirklich am Top End der Schnorchel Spots in WA angekommen. Malerische Riffe, Haie, Rochen, tausend verschiedene Fische… Gigantisch!

 
 
 
 
Von Schnorchelerlebnissen dieser Art hatten wir insgesamt drei an diesem Tag. Es gab leckeres Essen und soviel Kaffee wie man wollte, schließlich mussten die 20 Leute auf dem Boot irgendwie beschäftigt werden, denn alles wartete auf den Hauptgrund des Tagestrips – den Walhai. Wir wussten, dass die Flugzeuge, welche die Riesenfische ausfindig machen sollten etwa bis 16 Uhr die Gegend abfliegen und ihr bestes geben, einen oder bestenfalls sogar mehrere Haie zu entdecken. Es wurde 14:00 Uhr, 14:30 Uhr, 15:00 Uhr…wir sahen riesige Schildkröten und Delphine die unser Boot begleiteten aber die Walhaie blieben aus.  Um 15:30 Uhr gingen wir auf die letzte Schnorcheltour ohne Walhaie und waren doch schon alle echt enttäuscht, dass der unwahrscheinliche Fall, keinen Walhai anzutreffen, tatsächlich eingetreten war. Der Tag war auch ohne Walhai wunderschön, aber es hätte wohl keiner der Anwesenden an Board 380$ bezahlt, um einfach mal auf ’ne Schnorcheltour zugehen. Aber hey, es sind wilde Tiere und ein Garantie gibt es nun mal nicht.
 
Hoffentlich beim nächsten Mal
 
Wir bekamen einen Gutschein, um die Tour zum nächstmöglichen Zeitpunkt kostenlos noch einmal machen zu können. Für diejenigen die am nächsten Tag bereits wieder abreisten und somit keine Zeit mehr hatten, war das echt bitter und tat uns für einige wirklich leid. Wir hatten zwar eigentlich auch nicht vor, noch länger hier zu bleiben und die nächsten freien Plätze gab es erst in 3 Tagen. Da es jedoch einen seeeehr fleißigen Osterhasen gab, welcher uns die Tour spendierte, könnten wir uns noch drei Nächte auf dem Campingplatz leisten. Da wir inzwischen fast zwei Wochen ohne Internet und zum Großteil auch ohne Strom waren, nutzen wir jetzt die zwei unverhofften freien Tage zum Blogschreiben, Bilder sortieren und Planen der weiteren Route.
 
 
Morgen geht es auf die zweite und diesmal hoffentlich erfolgreiche Walhai-Tour. Im Erfolgsfall reichen wir das entsprechende Bildmaterial bei nächster Gelegenheit per Update in der Fotogalerie zu diesem Beitrag nach.
 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.